Sauber C4 – nach über 50 Jahre die 2. Jungfernfahrt in der Schweiz!
Der Sauber C4 Rennsportwagen (1975) erlebt seine zweite Jungfernfahrt anlässlich der 13. Lenzerheide Motor Classics 2026 (29.-31.Mai) auf Schweizer Boden.
Im August 2025 kam der Sauber C4, fünfzig Jahre nach seiner Entstehung und anschliessenden „Weltreise“ (Einsätze in Griechenland, England und Amerika), zurück in sein Ursprungsland Schweiz.Der Sauber C4 Rennsportwagen ist das vierte Modell und eines der geschichtsträchtigeren Rennfahrzeuge in der Motorsport-Historie von Peter Sauber. 1975 wurde im schweizerischen Hinwil in der Firma von Peter Sauber gebaut und es gibt nur ein einziges Exemplar. Der C4 ist das erste SauberRennfahrzeug mit einem Aluminium-Monocoque.
Nachdem der letzte Besitzer Brian Groza aus den USA den Sauber C4 zum Verkauf ausschrieb, nutzte der langjährige Schweizer Rennfahrer Reiner Suhr aus Basel die Chance und erwarb ihn. Reiner Suhr ist Mitglied des traditionsreichen Motorsportclubs Ecurie Basilisk. Die frühe Sauber Motorsport Renngeschichte ist eng mit der Ecurie Basilisk und ihren Mitgliedern verbunden.
Am Fahrzeug werden noch diverse Detailanpassungen durchgeführt. Eine Testfahrt in Italien ist ebenfalls geplant. Die erste offizielle „Ausfahrt“ / Präsentation in der Schweiz erfolgt anlässlich der Lenzerheide Motor Classics am 29. - 31. Mai 2026. Dies wird sowohl für Reiner Suhr, für die ganze Sauber-Motorsport-Familie, den -Fans und das Publikum, aber auch für den Veranstalter ein emotionales Erlebnis.
Geschichte Sauber C4
Der Sauber C4 hat eine bemerkenswert lange Rennkarriere hinter sich. Er wurde in der Schweizer Meisterschaft (2-Liter-Sportwagen) mit den Fahrern Harry Blumer (1975) und Jean-François Renold (1976) eingesetzt. Diverse Tagessiege des Glarner Bauingenieurs Harry Blumer und sein dritter Gesamtrang in der Schweizer Meisterschaft waren die erfolgreiche Bilanz des Jahres 1975. Sporadische Renneinsätze fuhren auch Manfred Schurti, Georges Blättler und Louis Bärtsch.Der Sauber C4 gelangte anschliessend nach Griechenland, wo ihn ein griechischer Privatfahrer unter dem Namen «Ninos» viele Jahre bei lokalen Bergrennen fuhr. 1991 wurde der Sauber C4 nach England verkauft, wo er von seinem Besitzer Ian Giles eingesetzt wurde. Im Jahr 2000 folgte der Verkauf in die USA. Der neue Besitzer Brian Groza restaurierte das Fahrzeug vollständig in seiner ursprünglichen Konfiguration und nahm damit regelmäßig an historischen Veranstaltungen in Nordamerika teil.
Der Sauber C4 (Chassis-Nummer: 75.C04.001)
Edi Wyss, der in den USA und in England (u.a. bei McLaren) als Mechaniker und Ingenieur gearbeitet hatte, bevor er zu Sauber nach Hinwil kam, konstruierte und baute den C4. Unterstützt wurde er dabei von den Sauber-Mitarbeitern Guy Boissin und Hans Engesser. Der Sauber C4, von dem es nur ein Exemplar gibt, hat ein Alu-Monocoque mit eingenietetem Hilfsrahmen. Was damals «state of the art» war, behielt Sauber bis und mit dem C9 bei; danach waren Verbundstoffe im Chassis Bau das neue Mass der Dinge. Der Sauber C4 wurde vom gleichen 2,0-Liter-Ford-Cosworth-BDG-VierzylinderSaugmotor angetrieben wie das Vorgänger-Modell Sauber C3 und leistete 275 PS (205 kW).
https://www.lenzerheidemotorclassics.ch/
Text: Daniel Mauerhofer
















































